Bei strahlendem Wetter fand am 3. Juli 2026 vor ca. 140 Besucherinnen und Besuchern auf dem Platz vor der Scheune im Schloss Heitersheim die festliche Preisverleihung „Handwerk & Design plus Wein“ statt.
Mit dem „Handwerk & Design Preis“ wurde in diesem Jahr ein neues Format ins Leben gerufen, das von nun an alle zwei Jahre stattfinden wird. Aus über 40 Einreichungen hat eine achtköpfige Fachjury – mit Vertreterinnen und Vertretern aus Handwerk, Architektur, Unternehmen, Journalismus, Kunst, Universität und Gestaltung – zunächst 26 Objekte nominiert, aus denen wiederum insgesamt neun Preisträger hervorgegangen sind:
1.Preis in der Kategorie „Produkt“: restemöbel (Rheinfelden) mit dem Sideboard „Flex“
2.Preis in der Kategorie „Produkt“: Studio Biom (Ohlsbach) mit „Schokoküche“
3.Preis in der Kategorie „Produkt“: Alexander Ortlieb (Bernau) mit der Pfeffermühle „Mahlturm Edition III“
1.Preis in der Kategorie „Prozess“: Zimmerei Grünspecht eG (Freiburg) mit „Lehm-Sichtestrich“
2.Preis in der Kategorie „Prozess“: Anita Flößer Keramik (Löffingen) mit „Schwarzwälder Grundofen“
3.Preis in der Kategorie „Prozess“: Kunststofftechnik Buzzi GmbH (Schiltach) mit Handbrause „Klara Eiche
1.Preis in der Kategorie „Nachwuchs“: Julius Bleher (HfG Karlsruhe) mit Schale „Digital Grain“
2.Preis in der Kategorie „Nachwuchs“: Erik Gründer und Benjamin Kaltenbach (HfG Karlsruhe) mit Sitzmöbel „Array“
3.Preis in der Kategorie „Nachwuchs“: Finn de Bruyn (HfG Karlsruhe) mit Wandhaken „Plasma Hooks“
Wer an diesem Nachmittag den Klängen der Freiburger Band „Swinging Tuesday“ folgte, landete zielsicher vor der großen Schlossscheune aus dem 18. Jahrhundert, in der alle nominierten Objekte zum „Handwerk & Design Preis Schwarzwald“ darauf warteten, nach der Preisverleihung im Rahmen einer umfänglichen Ausstellung besichtigt zu werden.
Anlässlich dieser reisten auch Marion Gentges MdL, Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat des Landes Baden- Württemberg, Alexander Sonner, Erster Bürgermeister-Stellvertreter der Stadt Heitersheim, Nicola Stattmann, Juryvorsitzende und Designerin aus Frankfurt sowie Dr. Diana Wiedemann, erste Vorsitzende des Vereins Bauwerk Schwarzwald an.
Die Urkunden und Preise wurden den Preisträgerinnen und Preisträgern zusammen mit einem Katalog von Ministerin Marion Gentges persönlich überreicht, die die regionale Verortung dieses neuen Handwerk- und Design Preises begrüßte und die Verbindung von Tradition und Innovation hervorhob – eine der Kernaufgaben des veranstaltenden Vereins Bauwerk Schwarzwald; gerade auch in Verbindung mit der regionalen Baukultur, die untrennbar mit dem regionalen Handwerk und Design verbunden ist, wie die Vorsitzende Diana Wiedemann betonte: „Baukultur entsteht nicht auf dem Reißbrett. Sie entsteht dort, wo Menschen bauen, gestalten, reparieren und weiterdenken. Sie entsteht durch Handwerk.“ Und die Juryvorsitzende Nicola Stattmann bescheinigte den eingereichten nominierten Objekten denn auch „Präzision, Experimentierfreude, Mut, Einzigartigkeit und Liebe zum Detail“, was diesen Handwerk- und Designpreis so besonders mache.
Florian Oeschger und Markus Schier von restemöbel zeigten sich „überglücklich“, den ersten Preis (der Kategorie Produkt) gewonnen haben: „Das gibt uns wieder richtig Auftrieb.“ Elisabetta Borghetto, die für die Zimmerei Grünspecht e.G. den ersten Preis der Kategorie Prozess für den Lehm-Sichtestrich entgegennehmen durfte, strahlte: „Nie hätten wir für möglich gehalten, dass wir mit der Entwicklung eines Lehmbodens gewinnen würden.“ Genau dies zeichnet dieses Wettbewerbsverfahren eben auch aus: Nicht nur originelle oder besonders faszinierende Produkte, sondern auch die Entwicklung innovativer Verfahren finden hier ihre Würdigung.
Im Anschluss an die Preisverleihung wurden endlich die mächtigen Tore zur Scheune geöffnet, die nun den Blick freigeben auf die vielseitigen Arbeiten. Diese sind zudem in einem sehr ansprechend gestalteten Ausstellungskatalog zusammengefasst (Grafik: Leon Stark, HfG Karlsruhe), den man für 10 Euro in der Ausstellung oder beim Verein Bauwerk Schwarzwald erwerben kann. Bei Wein (Weingut Thomas Walz, Heitersheim), Musik und regionalen Spezialitäten (Catering: Café Artis, Heitersheim) wurden nun lebhafte Gespräche aufgenommen. Auch der Nachwuchs saß noch lange beisammen und feierte ausgelassen die ersten Erfolge auf dem Weg ins Berufsleben.
Die Ausstellung ist noch an den Wochenenden des 11. und 12. Juli sowie des 18. und 19. Juli, jeweils von 10-16 Uhr zu sehen (Aufsicht durch das Helferteam „Integration durch Sport“ um Kerstin Binnwerk) – inmitten des herrlichen Ambientes vom Heitersheimer Schlossareal noch viel mehr eine Reise wert (Umgestaltung: bogenstaendig eG).
Fotos: BlackForestCollective © Schwarzwald Tourismus GmbH
Der 2020 gegründete, gemeinnützige Verein Bauwerk Schwarzwald e. V. mit aktuell ca. 150 Mitglieder (Architekten, Planer, Kommunen, Unternehmen, Kreise, Verbände, Privatpersonen) versteht sich als Plattform und Kompetenzzentrum, das mit der Förderung der regionalspezifischen Bau- und Handwerkskultur in diesen Bereichen wichtige Impulse setzt.
Der „Handwerk & Design Preis Schwarzwald“ wurde 2026 ins Leben gerufen und ist fortan ein laufendes Verfahren. Die Einreichung erfolgt digital über die Website von Bauwerk Schwarzwald. Es können bis zu fünf Produkte pro Teilnehmer*in eingereicht werden. Die nächste Juryrunde tagt Anfang 2028.
Beitragsbild: 1. Preis Produkt restemöbel „Flex“ (Foto: BlackForestCollective © Schwarzwald Tourismus GmbH)
Pressekontakt:
Dr. Friederike Zimmermann | Referentin Bauwerk Schwarzwald e. V.
Glasbergweg 7 | 79822 Titisee-Neustadt
Tel.: +49 7651 204 95 83 | Mobil: +49 174 308 24 58
info@bauwerk-schwarzwald.de | www.bauwerk-schwarzwald.de
Pressebilder zum Download:
1. preis produkt_restemoebel_flex
2. preis produkt_studio biom_schokokueche
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1. preis prozess_gruenspecht_lehm-sichtestrich
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