Presseinformation Januar 2023: Architekturroute von Bauwerk Schwarzwald e.V. wird im Rahmen des ‚Schwarzwälder Pressefrühstücks‘ bei der CMT 2023 in Stuttgart vorgestellt

Wer ‚Schwarzwald‘ hört denkt sofort an dunkel bewaldete Höhen, saftig-grüne Wiesen und das Bimmeln von Kuhglocken unter blauem Himmel vor der Kulisse eines alten Schwarzwaldhofs. Ja, wer ‚Schwarzwald‘ hört denkt sofort an… Urlaub. – Anlass für die ‚Schwarzwald Tourismus GmbH‘ (STG) schlechthin, bei der CMT 2023 vom 14.-22. Januar auf 1.000 Quadratmetern mit mehr als 100 Ausstellern die Vielfalt dieser Ferienregion aufzuzeigen.

Hierbei wird beim ‚Schwarzwälder Pressefrühstück‘ am 17.1., von 10-11.30 Uhr, am Schwarzwald-Stand in Halle 6, Stand C61 im Beisein von Landrätin Dorothea Störr-Ritter (Vorsitzende Aufsichtsrat der STG) und Landrat Frank Scherer (Vorsitzender Gesellschafterversammlung der STG) sowie STG-Geschäftsführer Hansjörg Mair der Fokus auf verschiedene Themen gerichtet: So wird es neben der Bilanz der STG 2022 und dem Aspekt der Nachhaltigkeit vor allem auch um besonders attraktive Events und neue Angebote gehen.

Neue Architekturroute führt zu ausgezeichneten Objekten

Eines der neuen Angebote ist die Architekturroute im Schwarzwald, eine Initiative des 2020 gegründeten und in Titisee-Neustadt ansässigen Vereins Bauwerk Schwarzwald. Diese mit Unterstützung der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) neu initiierten Touren stellen exemplarisch gutes regionales Bauen im Schwarzwald vor und machen das Zusammenspiel aus Tradition und Moderne für Besucher erlebbar.

Da wären etwa die imposanten Schwarzwaldhöfe als einem der zentralen Symbole der Ferienregion Schwarzwald, die sich idyllisch in das Auf und Ab der Landschaft einfügen. Daneben gibt es in dieser Region jedoch auch viel hochkarätige moderne Architektur, die sich von historischen Bauweisen, -stilen und Materialien inspirieren lässt, Altes modernisiert, Neues initiiert und die ebenfalls als schwarzwaldtypisch gelten kann. „Dieses historische Kulturerbe zu erhalten und zeitgemäß fortzuschreiben ist Ziel des Vereins Bauwerk Schwarzwald“, erklärt die Vorsitzende Dr. Diana Wiedemann, selbst freie Architektin und Energieberaterin.

Ein Auswahlgremium aus Planern, Architekten, Tourismus- und Kultur-Experten hat dazu im Sommer 2022 die 168 eingereichten Objekte im Schwarzwald (Neubau, Erweiterung und Bauen im Bestand aus den Baujahren ab 2001) begutachtet und bewertet: u.a. nach zeitgemäßer Architektur für Landschaft und Siedlungsstruktur, Konstruktions- und Ausführungsqualität, energetischer Effizienz und ökologischen Aspekten. 95 Objekte wurden als „Bauwerk Schwarzwald“ ausgezeichnet und werden nun in sechs thematischen Routen, etwa „Alte Gebäude modernisiert“, „Bauen für Gäste und Besucher“ oder „Bauen mit Holz“, vorgestellt: Zu den Gebäuden zählen neben Privatobjekten beispielsweise auch Museen, Ferienhäuser, Hotels, Gasthäuser und Kirchen. „Sie verteilen sich über die gesamte Ferienregion und repräsentieren die Bandbreite der Schwarzwälder Baukultur zwischen Tradition und Moderne“, sagt STG-Geschäftsführer Hansjörg Mair. „Damit sind sie Anlaufpunkt, Ferien- oder Ausflugsziel für Gäste und Einheimische oder Inspirationsquelle für eigene Neu- oder Umbauten.“ Weitere zu den Kriterien passende Bauwerke können kontinuierlich für die Aufnahme in die Architekturroute vorgeschlagen werden. www.architekturroute-schwarzwald.info

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Architekturroute im Schwarzwald gibt schon mal diese Auswahl:

Nationalparkzentrum Ruhestein in Baiersbronn

Schon rein äußerlich beeindruckt das 2020 fertiggestellte und nahezu ausschließlich aus heimischem Holz gefertigte Nationalparkzentrum Ruhestein in Baiersbronn durch seine außergewöhnliche Form und Gestaltung: Wie mehrere übereinander gefallene und ineinander verzahnte Baumstämme eines Sturmwurfs schieben sich die einzelnen Elemente des Gebäudes in den Wald. Für den Bau sollte kein lebender Baum zu viel aus dem gewachsenen Altbestand weichen müssen. Vielmehr galt es bei der Umsetzung von Anfang an, den Wald und den Nationalpark selbst möglichst wirkungsvoll in Szene zu setzen. In der Dauerausstellung geht es um natürliche Waldentwicklung, um Naturschutz, ja um die Natur selbst. www.nationalpark-schwarzwald.de

Aussichtsplattform „Ellbachseeblick“ bei Baiersbronn

Einen sehenswerten Blick über den eiszeitlichen Ellbachsee und die Waldberge des nördlichen Schwarzwaldes erlaubt die 33 Meter lange Aussichtsplattform „Ellbachseeblick“ bei Baiersbronn. Die Plattform aus heimischem Douglasienholz führt beinahe freischwebend ins Tal hinein und wurde 2013 errichtet. www.nationalparkregion-schwarzwald.de

Vinotorium der Oberkircher Winzer

Das 2017 entstandene, rund acht Meter unter der Erde liegende Vinotorium der Oberkircher Winzer ist kein klassischer Gewölbekeller, sondern ein Raum, der die Weine der Winzer für Gäste erlebbar macht. Das wurde in die Architektursprache übertragen: Mit Lehmwänden, die das Terroir der Region zum Ausdruck bringen. Mit einer Gewölbedecke aus über 50 Eichenlamellen, die allein durch das Material einen Bezug zum Ausbau in Barriquefässern haben. Mit einem Relief an der Stirnwand des Raumes, das den Querschnitt des Bodens vom Granit bis zur Humusschicht zeigt, auf dem die Reben wurzeln. www.oberkircher-winzer.de

Rainhof Scheune in Kirchzarten-Burg

Die Rainhof Scheune in Kirchzarten-Burg wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut, noch ohne den Einsatz maschinell hergestellter Nägel und Schrauben: ein Massivbau mit gemauerten Außenwänden und Steilgiebeln, Werksteingewänden und hölzernem Innengerüst. Das Erdgeschoss war quergeteilt und in Abschnitte mit wechselnder Nutzung gegliedert: mehrere Viehställe mit Futtergängen, eine hohe Tenne hinter dem großen Tor, wahrscheinlich Schopf und Pferdestall hinter den beiden niedrigen Toren. Im Obergeschoss befanden sich eine Reihe einfacher Knechtskammern und ein Heulager. Die über 2000 Quadratmeter große, denkmalgeschützte Rainhof Scheune wurde ab 2008 behutsam saniert, möglichst viel der alten Bausubstanz blieb erhalten. Heute befindet sich im Erdgeschoss eine Gastronomie mit Terrasse und Gartenwirtschaft, dazu eine „Marktscheune“ mit regionalen Produkten sowie eine Buchhandlung, in deren Nebenraum regelmäßig Kulturveranstaltungen stattfinden. Darüber entstand ein Hotel mit 16 Zimmern sowie einem Wellnessbereich mit Dampfbad und Sauna. www.rainhof-scheune.de

Ferienwohnung auf dem Lippenhof in Unterkirnach

Der auf über 900 Metern Höhe gelegene, denkmalgeschützte Lippenhof von Familie Neininger in Unterkirnach vereint Tradition und Moderne: Nachdem der landwirtschaftliche Betrieb in den 1980er Jahre auf reine Mutterkuhhaltung umgestellt wurde und der Stall und damit die Tierhaltung aus dem Gebäude ausgesiedelt wurde, stand die Tenne, in der früher das Heu lagerte, jahrelang leer.

Diese wurde im Haus-in-Hausprinzip zu Wohnraum aus- und umgebaut. Von außen nur durch zwei Dachverglasungen erkennbar, ist eine eigenständige 120 m² große Wohnung über zwei Etagen mit Abstand zum bestehenden Dach entstanden. Die alte Dachkonstruktion mit Gebälk und Dachhaut bleibt so erhalten und sichtbar. Zusätzlich wurde in dem bereits vorhandenen Anbau der Tenne eine 85 m² große Ferienwohnung realisiert. Diese ist ebenfalls als Wohnbox konzipiert, deren große Glaselemente den Blick auf das historische Gebälk freigeben. Sie beinhaltet zwei Schlafzimmer, einen offenen Wohn- und Essbereich und eine separate Terrasse. www.lippenhof-unterkirnach.com

Café „Goldene Krone“ in St. Märgen

Die 1753 erbaute Klosterherberge und später zum Grand Hotel umgebaute „Goldene Krone“ in St. Märgen wurde nach Jahren des Leerstands und Zerfalls durch bürgerschaftliches Engagement vor dem Abriss gerettet und aufwändig restauriert. Teil des Konzeptes war neben der Rettung des kulturhistorisch bedeutsamen Gebäudes auch die Wiederbelebung der Dorfmitte. Das Café „Goldene Krone“ mit seiner ausgezeichneten „Landfrauenküche“ ist heute dank familienfreundlicher Teilzeitarbeitsplätzen für Frauen im ländlichen Raum nicht nur ein bundesweit beachtetes soziales Projekt, sondern auch ein besonderer Genießer-Tipp! www.cafe-goldene-krone.de

 „derWaldfrieden Naturparkhotel“ in Todtnau

In Todtnau-Herrenschwand, hoch oben im südlichen Schwarzwald, steht auf einem Hochplateau „derWaldfrieden Naturparkhotel“ samt 2013 erbautem „Spa-Haus“ mit tollem Blick. Schon von außen zeigt sich die Verbundenheit zum Schwarzwald, geschickt wird regionale Tradition und raffinierte Moderne architektonisch miteinander verknüpft. Dieser Gedanke der regionalen Verortung und Nachhaltigkeit spiegelt sich auch in kulinarischer Hinsicht: Irmgard Hupfer, ihr Sohn Volker und seine Frau Dorothee sind nicht nur Schwarzwälder Gastgeber aus Leidenschaft, sondern auch Gründungsmitglieder der Naturparkwirte und Naturparkhotel: Als solche setzen sie konsequent auf regionale Produkte. www.derwaldfrieden.de

Der 2020 gegründete Verein Bauwerk Schwarzwald e.V. versteht sich als Dach für Schwarzwälder Baukultur und Handwerk. Die damit verbundene Leitidee ist, im Schwarzwald die regionsspezifische Bau- und Handwerkskultur zu fördern und eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne, Architektur, Handwerk und Design, Forschung und Ausbildung, Experiment und Praxis zu schaffen. Zu den aktuell 131 Mitgliedern aus unterschiedlichen Bereichen gehören die beiden größten Naturparke Deutschlands (Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und Naturpark Südschwarzwald), Vertreter von Firmen, Kommunen, Kreisen, die Architekten- sowie die Handwerks­kammer. Erlebbar werden die ausgezeichneten Objekte auf den mit der STG initiierten neuen Architekturrouten.

www.bauwerk-schwarzwald.de

In einem Flyer werden die Ziele der Architekturroute, die Lage der 95 Objekte und vier Beispiele präsentiert. Der Flyer liegt am Stand der STG auf der CMT 2023 aus. https://www.bauwerk-schwarzwald.de/wissen-downloads/publikationen/

 Das Logo zur Architekturroute

LOGO Architekturroute

Flyer zur Architekturroute (PDF)

Flyer AR